Villa Beer – erste Eindrücke

Am 11. April 2026 haben wir einen Timeslot für eine Besichtigung der renovierten und nun eröffneten Villa Beer gebucht. Man hat eineinhalb Stunden Zeit, sich im Haus gründlich umzuschauen, was sehr gut ausreicht.
Die Villa Beer wurde 1929 von Josef Frank und Oskar Wlach für das Industriellenehepaar Julius und Margarethe Beer als Gesamtkonzept entworfen. Es gilt heutzutage als Schlüsselwerk der zweiten Wiener Moderne. Nach Wunsch der Familie Beer sollte das Haus nicht nur ein Familienwohnsitz sein, sondern auch dem Empfang von Gästen dienen. Großzügige Wohnräume, eine lebendige Gestaltung der Geschoße durch unterschiedliche Geschoßhöhen und das zentrale Stiegenhaus unterstreichen das Wohnkonzept von Josef Frank von Bewegung und Verweilen.
Leider musste bereits 1932 das Haus wegen finanzieller Schwierigkeiten an die Finanzgeber abgetreten werden, in der Folge wurde das Haus vermietet: an Martha Eggerth und Jan Kiepura und ihren Sekrätär Marcel Prawy, bis zu ihrer Vertreibung 1938.
Mehrere Eigentümer und Mieter folgten, bis sich 2021 die Villa Beer Foundation des Gebäudes annahm, es renovierte und seit März 2026 der Öffentlichkeit zugänglich machte. Es kann nicht nur besichtigt werden, sondern auch für Veranstaltungen und sogar Übernachtungen gemietet werden.
Die Originalmöbel sind unter diversen Erben zerstreut, das Haus ist jetzt sparsam möbliert, die zahlreichen Einbaumöbel blieben aber erhalten. Die originalen Stoffdesigns kann man wieder an Vorhängen und Polstermöbeln bewundern – es fallen die bunten, kräftigen Muster auf!
Fotografien der Originalzimmer dienen zur Veranschaulichung der ursprünglichen Gestaltung der Wohnräume.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen