München November 2025

Ein Kurztrip im Spätherbst nach München, diesmal waren wir beide, Michael und Rosmarie.
Auf dem Programm stehen wie letztes Mal diverse Museen, die neu eröffnete Stuckvilla, das Deutsche Museum, „Cosi fan tutte“ im Gärtnerplatztheater und natürlich ein Treffen mit Claudia und Regine.

Zur Illustration einige Sätze aus Rosmaries Reisetagebuch:
„Wir schauen in die spätbarocke Asamkirche, wahrlich ein Wunderwerk der Stuckatur! Jeder Zentimeter ist ausgeschmückt, keine gerade Linie, alles geschwungen, theatralisch, expressiv.“
Deutsches Museum: „Riesiges Museum, wirkt steriler als das Technische Museum in Wien, das einen schon mit einem Geruch nach Schmieröl und Ruß empfängt. Flugzeugbau, unten stehen die moderneren Flugzeuge, eine aufgeschnittene A-350, ein Passagierflugzeug aus den 1960er Jahren, ein Video über den Weg eines eingecheckten Koffers (wird ganz schön herumgeworfen auf den Förderbändern!). Segelflieger, Hubschrauber,….“
„Pinakothek der Moderne: „Zuerst ins Design-Museum, die Schau im Atrium 100 Jahre – 100 Objekte sehr interessant: aus jedem Jahr ein Ankauf, bunt gemischt.“
„Villa Stuck in der Prinzregentenstraße. Erst seit 18. Oktober nach Renovierung wieder eröffnet. Ein höchst repräsentatives Gebäude in klassizistischem Stil, 1898. Mit griechischen Statuen am Dach. Links ein noch einmal so großer Ateliertrakt (später) angebaut. Im ersten Stock das alte Atelier, ebenfalls antikisierend, aber mit (jetzt) Kopien belgischer Tapisserien ausgestattet. Zentaurenfries. Ein Kunstaltar mit dem Bildnis „Sünde“ als Altarbild – das mich sofort an Klimts Judith gemahnt hat (das allerdings 8 Jahre später, 1901).“
„Ägyptisches Museum. Sehr locker aufgestellt, vor allem nach Themengebieten, nicht chronologisch. Totenbuch-Papyrus mit Erläuterungen. Statuen verschiedenster Ausprägung, Götter, Jenseitsglaube. Auch ein Raum für Nubien mit ein paar Goldschmuck-Exponaten aus Meroe. Jedenfalls ein anderes Spektrum als die monumentaleren Sachen im KHM.“

Eine Offenbarung waren für uns die Kunstschätze des Bayrischen Nationalmuseums:
„Ein weitläufiger, repräsentativer Bau, 1867 von König Max II eröffnet. Umfangreichste Sammlungen! Wir beginnen bei der Renaissance, Mittelaltersäle sind geschlossen (auch Historismus und Jugendstil). Großartige Ausstellungsstücke, Sammlung entspricht der Kunstkammer im KHM, aber im Vergleich zu dort kein Mensch hier! Mir fällt der manieristische Stil in den Spätrenaissancestücken auf, in vielerlei Dekorarten. Prunkvollste Möbel von Kurfürst Max Emmanuel und Karl Albrecht (Kaiser Karl VII., verheiratet mit Maria Amalia, Cousine von Maria Theresia). Krippenausstellung im Untergeschoß. Dort gefallen mir die zimmergroßen Diaramen mit Krippenszenen, Anbetung der Könige, Hirten auf dem Feld, Ausritt der 3 Könige aus Jerusalem. Wunderbar gemacht, man kann sich richtig verlieren darin!“

Fazit: München bietet immer wieder soviel Neues, Staunenswertes – unbedingt wieder!
Und hier ein paar Bilder dazu:

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