Wir fliegen von 21. Oktober bis 7. Dezember 2015 nach Australien. Auf der Südhalbkugel herrscht jetzt Frühling bis Frühsommer.
Wir starten in Sydney, heute die größte und bedeutendste Stadt Australiens mit 4,6 Mio EW. 1788 wurde die Stadt als englische Gefängniskolonie gegründet. Beeindruckend der CBD, der „Central Business District“ mit der Hochhaus-Skyline, die Syndney Harbour Bridge und natürlich das legendäre Opernhaus.
Wir fliegen nach Alice Springs, von wo aus wir eine mehrtägige guided Tour durchs Red Center machen. Kathy, unsere Führerin steuert nicht nur souverän den massiven Geländebus über die Pisten, sie ist auch für die Mahlzeiten zuständig (natürlich mit unserer Hilfe) und verbreitet beständig gute Laune! Mit ihr unternehmen wir auch einige Wanderungen durch schroffe Schluchten und über die roten Sandsteinberge. Natürlich besteigen wir nicht den Uluru, den heiligen Berg der Aborigines! In einem Aborigines Center erklärt uns Kathy, eine Einheimische, einiges über die Lebensweise der Aborigines. Und wir erfahren, wie die schematischen Zeichen auf Felsen oder Zeichnungen (und jetzt auch Stoffen) zu interpretieren sind.
Danach holen wir in Alice Springs unseren Allrad-Leihwagen ab und fahren den Stuart Highway, der sich mitten durch Australien von der Nord- zur Südküste zieht, nach Süden. Unsere erste Station ist Coober Pedy, das weltweit größte Vorkommen von weißem Opal, der in kleinen Schächten abgebaut wird. Deren weiße Auswurfhügel prägen die Umgebung. Der Opal war ein Zufallsfund bei der Suche nach Gold. Wir schlafen in einem „Dugout“, einer Wohnhöhle, die komplett in den Felsen gehauen ist – eine ursprüngliche Unterkunftsart, ideal für die kochendheißen Sommer hier im Landesinneren!
Nach einem Abstecher in die Flinders Range erreichen wir das Barossa Valley, die bekannteste Weingegend Australiens. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Weinreben von deutschen Einwanderern gepflanzt. Ein großes Weingut ist Bethany, von deutschen protestantischen Aussiedlern gegründet.
Vor der Südküste Australiens liegt Kangaroo Island. Mit einer Autofähre wird die etwa 20 km breite Meeresstraße überquert. Auf Kangaroo Island gibt es eigenwillige Felsformationen, Tropfsteinhöhlen und eine vielfältige Tierwelt. Die Kängurus auf Kangaroo Island sind eine etwas kleinere Unterart des Westlichen Grauen Riesenkängurus. In der Raptor Domain nehmen wir an einer Greifvogelschau teil – hinterher darf ich einen juvenilien Keilschwanzadler auf den Arm nehmen – der ist ganz schön schwer!
Der nächste Höhepunkt ist die Great Ocean Road – eine 240 km lange spektakuräre Küstenstraße, die an Klippen, Sandstränden und bizarren Felsformationen vorbeiführt. Hier sehen wir zum ersten Mal einen Regenwald der gemäßigten Zone mit seinen urweltlichen Baumfarnen. Melbourne am Ende der Great Ocean Road ist die zweitgrößte Stadt Australiens, wirkt europäischer als Sydney, ist aber genauso lebendig.
Als nächstes besuchen wir Tasmanien – nach der Geschäftigkeit Melbournes wirkt Tasmanien menschenleer und beschaulich. Highlife ist wohl nur zur Jahreswende, wenn in Hobart die Rennyachten des Sydney-Hobart-Race in den Hafen einfahren. Ein Großteil Tasmaniens ist Naturschutzgebiet, das sich durch Wanderungen erkunden lässt – leider getrübt durch die häufigen Regenfälle! Dafür entschädigen die fantastischen Landschaften. Nur in Tasmanien kommt der „Tasmanische Teufel“ (Sarcophilus harrisii) vor, ein Raubbeuteltier, das nachtaktiv ist und daher schwer in der Natur zu sehen. In einer Farm, die sich mit der Aufzucht gesunder Beutelteufel befasst, die dann ausgewildert werden, können wir sie aus der Nähe beobachten. Die wildlebenden sind von einer Maul-Krebsart befallen.
Zum Abschluss besteigen wir in der Great Dividing Range den höchsten Berg Australiens, den Mount Kosciuszko, 2228 m hoch. Über Australiens Hauptstadt Canberra und über die Blue Mountains geht es nach Sydney zurück. Als letzten Höhepunkt unserer Reise gönnen wir uns Händels „Messias“ im Sydney Operahause!


















































































